Beziehungsweg

Familientherapeutische Beziehungsarbeit

für Familien, Eltern und Paare

Beziehung ist ein System. In einem System beeinflusst jede Veränderung das Ganze. Wenn ein Teil kippt, bewegt sich alles.

Wir arbeiten nicht mit Schuldzuweisung und nicht mit Pathologisierung. Wir schauen auf Muster, auf Schutzbewegungen, auf Loyalitäten und auf unausgesprochene Erwartungen.

Zentrale Themen in der Therapie

Ihr wollt nicht nur Konflikte lösen, sondern Euch wirklich verstehen?

Lasst uns zunächst gemeinsam klären, ob ein Einzelprozess, ein familientherapeutischer Prozess oder ein Gruppenkurs für euch geeignet ist. Eine direkte Buchung von Kursen oder Paketen ohne Vorgespräch ist bei uns nicht möglich.

Wer an den Sitzungen teilnimmt

Grundsätzlich wird das Familiensystem eingeladen. Wer konkret teilnimmt, ergibt sich aus dem Anliegen, aus dem Schutzbedarf und aus der Situation.

Viele Prozesse begleiten wir im Co-Setting. Zwei Personen halten den Prozess. Zwei Perspektiven öffnen den Raum. Manchmal sind einzelne Sitzungen mit einzelnen Familienmitgliedern sinnvoll. Diese Termine sind Teil des Gesamtprozesses. Sie ersetzen ihn nicht. Sie unterstützen ihn.

Oft zeigt sich im Verlauf der Arbeit, welche Ebene zentral ist.
– die Paarebene
– die Elternebene
– die familiäre Gesamtdynamik.
– oder einzelne Beziehungen innerhalb des Systems.

Diese Ebene wird nicht im Voraus festgelegt, sondern ergibt sich aus dem gemeinsamen Prozess. Jugendliche werden nicht überredet. Wenn ihre Teilnahme nicht sinnvoll oder möglich ist, arbeiten wir mit den
Erwachsenen weiter, ohne das Kind zu pathologisieren.

Kinder im Familiensystem

Kommen Familien wegen eines Kindes gilt in der Prozessarbeit: Kinder sind nicht Problemträger. Sie sind oft Ausdrucksträger von Belastung im System. Wir schauen auf Bindungsmuster, auf unausgesprochene Konflikte, auf Projektionen und auf Überforderung. Entlastung entsteht oft dann, wenn Erwachsene Verantwortung übernehmen.

Modalitäten

Der konkrete Umfang und die Kosten werden nach dem orientierenden Vorgespräch transparent
vereinbart.

FAQs

Familientherapeutische Beziehungsarbeit für tiefere emotionale Prozesse und systemische Muster

Ist das Coaching oder Therapie?

Viele Menschen verwenden den Begriff „Coaching” als Sammelbegriff für Unterstützung. Unsere Arbeit ist therapeutisch fundierte Prozessarbeit mit dem Familiensystem. Sie ist nicht technikorientiert, sondern beziehungs- und prozessorientiert.

Gleichzeitig arbeiten wir ohne Schuldzuweisungen und Pathologisierungen. Der Fokus liegt auf Beziehung, inneren Prozessen und systemischem Verständnis.

Beziehungscoaching ist häufig lösungs- und zielorientiert und arbeitet mit Methoden, Aufgaben oder Kommunikationsregeln.

Familientherapeutische Prozessarbeit geht tiefer: Sie bezieht unbewusste Muster, Bindungserfahrungen, Projektionen und Loyalitäten mit ein. Kommunikation wird dabei nicht trainiert, sondern im Beziehungskontext verstanden und verändert.

Beratung ist meist ratgebend und orientierend. Prozessarbeit ist begleitend und erfahrungsorientiert.

Im Mittelpunkt steht nicht die Frage „Was sollen wir tun?“, sondern „Was geschieht hier zwischen uns und was braucht dieses System, um sich zu verändern?“

Kassentherapie ist Teil eines Versorgungssystems mit festen Vorgaben, zum Beispiel Diagnosen,
Behandlungslogiken und zeitlichen Kontingenten.

Unsere Arbeit erfolgt außerhalb dieses Systems. Das ermöglicht mehr Flexibilität in der
Zusammensetzung der Beteiligten, im Rhythmus der Sitzungen und in der inhaltlichen Gestaltung.

Therapeutische Arbeit mit Familiensystemen.

Wir arbeiten mit Familien und allen beteiligten Mitgliedern sowie ihren Beziehungen zueinander (Beziehungscoaching, Paarberatung, Familienberatung). Die konkrete Zusammensetzung (Eltern, Paar, Kinder, einzelne Personen) ergibt sich aus dem Prozess und dem jeweiligen Anliegen.

Der Fokus liegt auf Beziehung, Dynamik und systemischem Verständnis, nicht auf Diagnosen, Schuldzuweisungen oder schnellen Lösungen.

Innerhalb eines co-therapeutischen Prozesses kann es sinnvoll sein, zeitweise Sitzungen mit einzelnen Familienmitgliedern durchzuführen.

Diese Sitzungen sind Teil des Gesamtprozesses.

Das hängt von euren Themen und Zielen ab. Viele Klient:innen spüren bereits nach wenigen Sitzungen eine Veränderung.

Einzel- und Familienprozesse finden in der Regel im Abstand von zwei bis drei Wochen statt.

Gruppenkurse umfassen zehn Sitzungen mit festgelegten Terminen.

Zusätzlich zu den Einzel- und Familienprozessen werden strukturierte Gruppenkurse angeboten.

Elternkurs – Beziehungsarbeit im Familiensystem:
– Online-Gruppenprozess
– 10 Sitzungen

Paarkurs – Beziehungsarbeit im Paar- und Familiensystem:
– Online-Gruppenprozess
– 10 Sitzungen

Für Familien, Eltern und Paare, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und Beziehung als
gemeinsamen Prozess zu verstehen.

Nicht geeignet ist sie für Menschen, die ausschließlich schnelle Lösungen, Techniken oder reine Symptombearbeitung erwarten.